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Jochen Stelzer
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Schlaglichter eines rettungslosen Optimisten
Marler Zeitung 27.04.2022 Leserbrief
„Die Würde des Menschen ist unantastbar…“.
Diese fundamentale Maxime unseres Grundgesetzes endet nicht am Maschendrahtzaun der Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes NRW (ZUE). Und die Auslegung des Grundgesetzartikels § 1 gehört nicht in den Verantwortungsbereich von European Homecare (EHC) als Betreuungsanbieter. Die entsprechenden Vorgaben des Landes müssen daher unzweifelhaft und präzis sein und dem Grundgesetzartikels § 1 voll umfänglich entsprechen. Da darf es keinen Spielraum für irgendwelche Interpretationen geben, schon gar nicht, wenn die Auslegung durch den Betreuungsanbieter ein sehr seltsames Geschmäckle aufweist. - Gewinnmaximierung steht an erster Stelle. Für ein menschenwürdiges Kennenlernen, Einfühlen, Einleben der Asylsuchenden in eine oft sehr unterschiedlich andere Gesellschaft- und Demokratiestruktur, als die ihres Herkunftslandes, ist da kein Raum oder wird bewusst kein Platz geschaffen.
Mir drängt sich immer stärker der ernüchternde Eindruck auf, dass der/die Betreuungsanbieter von zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes NRW nur an einer kostengünstigen, konfliktarmen Unterbringung interessiert sind und dass diese Arbeitsweise vom zuständigen Landesministerium stillschweigend geduldet und akzeptiert wird.
Die Bezirksregierung Arnsberg hat gemeinsam mit den Betreuungsverbänden eine Leistungsbeschreibung für Regelunterkünfte erarbeitet. Hierin wird der Umfang der Betreuung in einer Regelunterkunft beschrieben. Diese Leistungsbeschreibung wird im Dialog stetig fortgeschrieben und ist von den Betreuungsverbänden in Nordrhein-Westfalen als Grundlage der Betreuung anerkannt worden.
Der Marler „Gesprächskreis Ehrenamt“ stellt daher schon seit dem Bestehen der ZUE zu Recht kritische Nachfragen. Auch ich frage mich: Wie oft und wie oft unangemeldet werden von den zuständigen kommunalen und staatlichen Behörden die konkreten Lebensbedingungen vor Ort überprüft? Wird den Asylsuchenden eine angemessene, vollumfängliche und unkontrollierte Inanspruchnahme der verschiedensten staatlichen und privaten Beratungsangebote erleichtert oder erschwert? Besteht seitens des Landes NRW und der Stadt Marl ein Interesse an privaten, flankierenden Angeboten, die den Asylsuchenden mit fachlichem Rat und praktischer Tat helfen? Gibt es auf kommunaler Ebene einen regelmäßig tagenden Gesprächskreis/runden Tisch, der staatliche und private Hilfsangebote mit dem Betreiber der Einrichtung koordiniert und ausbaut?
Wir dürfen nie vergessen: Asylsuchende sind vor Krieg, Folter, Unterdrückung, Verfolgung nach Deutschland geflohen. Sie vertrauen auf unsere Rechtsstaatlichkeit, auf unsere moralischen und ethischen Standards.
Unser staatliches und menschliches Handeln sollte daher ohne Wenn und Aber den Vorgaben des Grundgesetzes entsprechen und Moral und Ethik lebendig widerspiegeln, so, wie wir sie für uns selbst in Anspruch nehmen. Der kategorische Imperativ von Immanuel Kant, „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“, gilt auch in den Zentralen Unterbringungseinrichtungen des Landes NRW.
Marler Zeitung online vom 13.09.2021
Nie aufgegeben: Jochen Stelzer feiert 70. Geburtstag
Er engagiert sich unermüdlich für Marl – trotz schwerster Behinderung. Der Marler SPD-Politiker Jochen Stelzer feiert heute seinen 70. Geburtstag. Anders als seine Ärzte gab er sich nie auf.
Er ist ans Bett gefesselt, doch ein unerschütterlicher Optimist geblieben: Jochen Stelzer feiert heute seinen 70. Geburtstag.
Erst kürzlich appellierte Jochen Stelzer auf seiner Homepage an alle, sich impfen zu lassen und Solidarität in der Pandemie zu zeigen. Dass er nach einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung ans Bett gefesselt ist und seit 15 Jahren künstlich beatmet wird, ändert nichts an seiner Lebensfreude und seinem Engagement: Er mischt sich vom Bett aus in die Politik ein. Über den Verein Selbstbestimmte Assistenz für Behinderte organisiert Jochen Stelzer seine Betreuung rund um die Uhr. Mit einem       ...weiter
Marler Zeitung 19.10.2020
Leserbrief Die Corona-Krise deckt schonungslos Egoismus auf

Es ist schon wirklich erstaunlich, was sich in dieser corona-dominierten Zeit, mit allen notwendigen, aber aufgezwungenen Einschränkungen, mit der „selbst gewählten Quarantäne” und dem Verlust von vielen lieb gewonnenen Aktivitäten, dennoch alles ergibt oder ergeben hat.
Vor wenigen Tagen hörte ich in einem Interview im Fernsehen, ich glaube, es war mit Jens Spahn, einen sehr bezeichnenden Satz zu den aktuellen, coronabedingten Herausforderungen und Verwerfungen. Jens Spahn sagte sinngemäß: "Corona zeigt die Stärken und Schwächen der Menschen. Es ist eine Bewährungsprobe für uns, es gilt, sie zu bestehen."   ...weiter
Marler Zeitung 20.10.2020
Das tut die Stadt für Menschen mit Handicap

1982 plante der SPD-Politiker und Rolistuhlfahier Jochen Steizer (heute 69) als insel Kursleiter den ersten Wegweiser für Behinderte durch Marl.
Menschen mit Handicaps testeten 18 Monate lang öffenthche Gebäude, Banken, Restaurants, Haltestellen und Geschäfte, maßen mît dem Zollstock, wie hoch Bordsteine, Stufen oder Tasten im Fahrstuhl waren.
Im Jahr 1985 wurde der Wegweiser mit vielen Tipps veröffentlicht. Die 1998 überarbeitete Auflage ist noch im Rathaus erhältlich, aber nicht mehr aktuell.
,,Vor allem die öffentlichen Gebäude, Haltestellen und Schulen waren ein Problem. Einige sind es noch heute", sagt Jochen Stelzer. Fahrstühle und behindertengerechte Toiletten fehlten an vielen Orten. Erst seit gut 15 Jahren werde bel Neubauten auf Barrierefreiheft geachtet, ergänzt Jochen Stelzer.     ...weiter
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50 Jahre Adolf-Grimme-Preis sind der Anlass für den zehnfachen Grimme-Preisträger Dominik Graf und seinen Co-Autor Martin Farkas, über das deutsche Fernsehen nachzudenken. Mit einigen Interviews-Clips bin ich in der Dokumeion aus 2014 zu sehen.

Einführungsreferat bei einem Symposiun zum Thema "NIMM TEIL:HABE MUT". Eine Veranstaltung von Teilzeitstudenten des 4.Jahres Sozialpädagogik der Universität" Saxion" Enschede.
Mein Buchprojekt "Mut zum Ich - Der sprechende Kopf" liegt als Buch vor. "Mut zum Ich" sind biografische Schlaglichter auf mein Leben, das auf so vielfältige Weise von der progressiven Muskeldystrophie geprägt wurde.
Infos zum Buch und Bezugsquelle:
DIN A5, 440 S. Taschenbuch, 16,50 € + Versandtkosten.
Das Buch ist nur noch privat über mich zu beziehen. Benutzen Sie dazu die Email Funktion am Seitenende. (Briefumschlag)

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********** lustig **********
********** aus dem Archiv **********
"Sie wollen also bei uns anfangen. Welche Erfahrung haben Sie den mit psychisch gestörten Menschen?"
"Bin seit 5 Jahren bei Facebook."
"Ok, Sie haben den Job."
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Er:"Du Susi, wie wärs mit einem schönen Spaziergang?"
Sie:"Ach Jochen, das wäre toll."
Er:"Sehr gut. Bring mir auf dem Rückweg einen Kasten Bier und Zigaretten mit."



Partnerschaft
„Wir lernten uns ohne Erwartungen kennen, und wir nahmen einander an,"
Bevor Sie das Nachfolgende lesen und auf sich wirken lassen, möchten wir Ihnen einige Fragen stellen: Glauben Sie, dass Partnerschaft zwischen „ungleichen" Partnern möglich ist? Glauben Sie, dass eine glückliche Partnerschaft gelebt werden kann, wenn einer der Partner in Abhängigkeit vom anderen steht? Glauben Sie, dass man mit einer permanenten Belastung für einen der Partner ein gemeinsames Leben aufbauen und führen kann?  ...weiter
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